Typisch deutsch?

von Roma Szczocarz

„Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich anständig benehmen muss oder ob schon deutsche Touristen dagewesen sind“, sagte Kurt Tucholsky – ein deutscher Schriftsteller und Satiriker.

„Bei den Deutschen ist bekannt, sie sind selten wutentbrannt. Doch wenn dauernd Fehler passieren, wird auch der Deutsche die Geduld verlieren.“ Unbekannt

Über die Deutschen gibt es zahlreiche Zitate und Sprüche, die oft mit einem Augenzwinkern berühmte Klischees wie Pünktlichkeit, Ordnung und den Hang zur Bürokratie aufs Korn nehmen. Genau wie das Image der Deutschen als „Land der Dichter und Denker“ geschaffen wird.

„Deutscher Humor ist, wenn man trotzdem lacht“, sagte Sigismund von Radecki, ein deutscher Schriftsteller und Übersetzer.

„Luther erschütterte Deutschland – aber Francis Drake beruhigte es wieder: Er gab uns die Kartoffel.“ Heinrich Heine war einer der bedeutendsten deutschen Dichter.

„In Deutschland ist die höchste Form der Anerkennung der Neid“, nach Arthur Schopenhauer – ein deutscher Philosoph.

Vom deutschen Satiriker (noch mal) Kurt Tucholsky stammt der berühmte und oft bemühte Ausspruch: „Satire darf alles“.

Typisch deutscher Humor ist oft trocken, subtil, wortgewandt und stark von Ironie und Sarkasmus geprägt. Entgegen dem Klischee, die Deutschen seien humorlos, lachen sie sehr gerne – oft jedoch eher nüchtern, tiefgründig und zuweilen auch sehr schwarz.

„Das kürzeste Buch der Welt? Das Witzebuch der Deutschen!“

Typisch deutsche Eigenschaften und Stereotypen sind oft durch Anekdoten illustriert wie „Die Macht der Ampel“: Ein deutscher Fußgänger steht nachts um 3 Uhr an einer völlig leeren Straße vor einer roten Fußgängerampel. Er wartet geduldig, bis sie grün wird. Ein Tourist fragt ihn verwundert: „Warum warten Sie, es kommt doch gar kein Auto?“ Der Deutsche antwortet streng: „Ja, aber was ist, wenn die Polizei mich sieht?“

Am Ende ein Zitat von Joachim Ringelnatz: „Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt“.