von Maja Prée
Eines der bekanntesten tragischen Beispiele hat uns Shakespeare mit seinem Drama um Romeo und Julia aufgezeigt. Verfeindete Familien, so weit weg sind wir heute auch nicht davon. Im Kleinen wie im Großen wird gestritten und keiner hört mehr dem anderen zu.
Dachten Romeo und Julia, deren Familien sich aufs Schlimmste bekämpften, der Ehe, zu der Julia gezwungen werden sollte, mittels einer Heirat miteinander zu entgehen, sprachen sie doch die wichtigsten Details nicht ab. Romeo wird auf Grund des im Streit zu Tode gekommenen Tybalt aus Verona verbannt. Julia will der – durch ihren Vater beabsichtigten – Zwangsheirat mit dem Grafen Paris entgehen. Sie nimmt einen Trank, der sie scheintot macht. Die Nachricht über diesen Plan erreicht jedoch Romeo nicht mehr. Er erfährt vom angeblichen Tod seiner Geliebten. Eilt in die Gruft, in der sie liegt und nimmt sich aus Verzweiflung über ihren vermeintlichen Tod selbst das Leben. Nachdem Julia wieder erwacht ist und Romeo tot neben sich sieht, ersticht auch sie sich.
Wohl jeder kennt diese tragische Liebesgeschichte. Sicher hätte es geholfen, wenn die beiden sich hätten verständigen können. So ist das Leid riesengroß. Aber immerhin versöhnen sich nun die bis dahin verstrittenen Familien.
Wer will, kann an Analogien in der heutigen Zeit denken. „Wir müssen reden …“